Chronik

Aus der Geschichte des Vereins

Die folgenden Zeilen geben einen Einblick in die Geschichte unseres Vereins, der sich im Jahre 1896 gründete. Selbstverständlich besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit, denn dafür ist in den vergangenen 116 Jahren einfach zu viel rund um de Eintracht passiert.

Doch der geneigte Leser bekommt dennoch einen guten Eindruck und kann die bewegte Geschichte so nachvollziehen. Die Chronik wird in unregelmäßigen Abständen ergänzt.

Wir wünschen viel Vergnügen bei der Lektüre!

1896
Gründung des „Fußballverein Schwaben“ unter dem 1.Vorsitzenden Steigleder. Weitere 1.Vorsitzende bis 1914 waren: Karl Schopf, Karl Schmid, Karl Schuh und Willi Pfitzer. Der „FV Schwaben“ war mit vielen anderen Vereinen am Stöckach beheimatet.

1909
Gründung des „Fußballverein Die Blauen Elf“ unter dem 1 . Vorsitzenden Wilhelm Fischer. „Die Blauen Elf“ spielten bis 1911 auf dem Freien Exerzierplatz in Degerloch.

1909
Zusammenschluss einiger begeisterter Fußballjünger zu „Young Fellow“, die ihren Spielbetrieb auf der Feuerbacher Heide aufgenommen hatten. Als dort ein generelles Spielverbot erlassen worden war, schloss man sich 1913 dem „FV Schwaben“ an.

1911
Der „FV Schwaben“ erwirbt einen Platz in Degerloch, den ehemaligen Kickersplatz II (heute Tennenplätze der Bezirkssportanlage). Die „Blauen Elf“ weihen im gleichen Jahr ihren neuen Platz mit Clubhaus als Platznachbarn des „FV Schwaben“ ein, den heutigen Eintrachtplatz.

1920/21
Der „FV Schwaben“ schafft unter der Leitung von Edmund Wolf als 1.Vorsitzenden und Karl Schmid als Spielausschussvorsitzendem den Aufstieg in die Gauliga (damals höchste Spielklasse). Man erwog einen Zusammenschluss mit einem spielstarken Verein. Bei den Verhandlungen mit dem „1. FV Stuttgart“ und dem „FV Die Blauen Elf“ gab schließlich die Platzfrage den Ausschlag für einen Zusammenschluss mit dem Nachbarn.

1921
Im August dieses Jahres wurde im Friedrichsbau die Vereinigung zwischen dem ,,FV Schwaben“ und dem ,,FV Die Blauen Elf“ vollzogen. Der Verein wurde unter dem Namen ,,Sportverein Eintracht 1896″ weitergeführt. Das Gründungsjahr übernahm man von dem ,,FV Schwaben“, der seinerzeit zu den Pionieren des württembergischen Fußballsports gehörte.

1921/22
Außer der Fußballmannschaft waren auch die anderen Abteilungen des Vereins erfolgreich. In diesem Spieljahr errang die 1. Hockeymannschaft die württembergische Meisterschaft. Einige Jahre später kam auch die Damenmannschaft der Hockeyabteilung zu dieser Titelehre.

1923/24
Die Tribüne auf der nunmehr gemeinsamen Platzanlage wurde errichtet. Trotz Verstärkung durch Zusammenschluss konnte die 1. Fußballmannschaft die oberste Spielklasse nicht halten. Sie errang aber zweimal die Meisterschaft in der Bezirksliga. Bei den Aufstiegsspielen scheiterte sie an den prominenten Clubs jener Zeit, die den Weg in die Verbandsliga, die höchste Spielklasse nach einer allgemeinen Umformierung, immer nur denkbar knapp verbauten. Die Geschicke führte damals in der Folge als 1. Vorsitzender Willi Pfitzer und dann Dr. Berner.

1926
Philipp Steinhilber wurde zum 1.Vorsitzenden gewählt. In dieser Zeit musste trotz allen Aufbegehrens auf Anordnung der Stadtverwaltung Stuttgart der ursprüngliche Platz des „FV Schwaben“ an die „Stuttgarter Kickers“ abgegeben werden.

1928
Victor Wagner und dann Karl Schollmann führten in den nächsten Jahren als 1 Vorsitzende den Verein.

1933-45
Das sogenannte „Dritte Reich“ diktierte auch den Sportvereinen seine Bedingungen. So werden im November 1936 die Jugendabteilungen aufgelöst und in das Jungvolk überführt. Im Juli 1939 entsteht die Idee, auf der Waldau eine Groß-Sportanlage zu erstellen. Hierfür müssten der SV Eintracht zusammen mit dem FV Germania, SV Spartania, Sportvereinigung Stuttgart und dem Sportverein 1907 ihre Platzanlagen abgeben. Der Krieg hat dann die Durchführung dieser Maßnahme verhindert. Während der Kriegsjahre, die vom ,,Sportverein Eintracht“ ein überaus hohes Maß an Opfern abverlangten, waren Egon Reich und Richard Wolf die nominellen Vorsitzenden. Die Geschäfte des Vereins führte Martin Epp. Aufgrund des sogenannten ,,Kontrollgesetzes“ wird der Verein 1945 aufgelöst und unter dem Namen „SV Eintracht 1896 Stuttgart“ weitergeführt.

1946-50
Nach dem 2. Weltkrieg wurde auch beim „Sportverein Eintracht“ unter den bekannt schwierigen Umständen der Sportbetrieb wieder aufgenommen. Verschiedenartig aber waren wohl die Vorstellungen. Nicht alles geschah so, wie es der Vereinsname ausdrückte. Eine Reihe junger Leute trennten sich, um im Westen der Stadt einen eigenen Verein zu gründen, die „SG Stuttgart-West“. Heute würde man wohl sagen, die Vereinsgründer haben eine Marktlücke erkannt, denn manche aktive Sportler und sportwillige Anwohner begrüßten willkommen den neuen Verein. Wenn in diesem Jahr beide Vereine ihr Jubiläum feiern, dann gilt an dieser Stelle ein besonders herzlicher Gruß unseren Sportfreunden von der „SG Stgt.-West“. Hochachtung vor der beispielhaften Breitenarbeit und sozialen Funktion vor allem im Jugendbereich. Im „SV Eintracht“ wurden damals die grün-weißen Farben auch von einer Damenhandballmannschaft vertreten. Eugen Maier war der 1. Vorsitzende des neu konzessionierten Vereins. Ihn lösten Alfred Seitz und dann Eugen Frank in der Vorstandschaft ab. Während dieser Jahre war Willy Niederberger der Spielausschussvorsitzende.

Die Meistermannschaft der Eintracht von 1953/1954

Die Meistermannschaft der Eintracht von 1953/1954

1950-56
Willy Niederberger als 1 . Vorsitzender und die sich abwechselnden 2. Vorsitzenden Emil Kaiser und Albert Acher führten zusammen mit dem gut besetzten Hauptausschuss einen Aufschwung herbei. Seit Wiederaufnahme des Spielbetriebs spielten wir bis 1952/53 in der B-Klasse und erreichten dort immer einen achtbaren Mittelplatz. Dann begann eine gute Jugendarbeit ihre Früchte zu tragen. Für das Spieljahr 1953/54 war eine fast komplette A-Jugend aktiv geworden. Die 1. Mannschaft wurde aufgefrischt und es gelang auf Anhieb die Staffelmeisterschaft. Der Aufstieg in die A-Klasse (höchste Spielklasse im Bezirk Stuttgart) musste aber erst noch erkämpft werden. Zweimal mussten wir gegen unsere Sportfreunde von Neuwirtshaus antreten (1.Spiel 2:2 n.V., 2. Spiel 3:0 gewonnen), dann war auch dies geschafft.

1956/57
Oskar Bucher übernahm den 1 .Vorsitz. Willy Niederberger wurde für seine außerordentlichen Verdienste zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Die aufsteigende Tendenz konnte leider nicht fortgeführt werden. Vielmehr sah uns die Saison 56/57 in der B-Klasse wieder. Es sollte aber noch schlimmer kommen.

1957-61
Herbert Kamps als 1 Vorsitzenden von 1957-59 war es nicht vergönnt, alle Kräfte des Vereins zu koordinieren und zusammenzufassen. Der Abstieg in die C-Klasse war so nicht mehr aufzuhalten. Bernhard Stehle, 28 Jahre alt, übernahm 1959 für ein Jahr den Vereinsvorsitz und auch der Nachfolger Walter Vogt amtierte nur für ein Jahr.

1961-64
Mit viel Eifer und Temperament ging Fritz Krauß an die für ihn völlig ungewohnte Aufgabe als erster Vorsitzender heran und belebte wieder den alten Eintrachtgeist. Pokalmeister der C-Klasse durften wir uns 61/62 nennen. Selbst der Pokalsieger der B-Klasse, SV Prag Stuttgart, wurde mit 2:0 bezwungen. Erst der SV Dagersheim als Pokalsieger der A-Klasse wies uns mit 4:3 n.V. wieder in unsere Schranken. Trotz aller weiteren Anstrengungen aber wollte es in den folgenden Spieljahren nie zu mehr als einem Mittelplatz reichen.

Die Meistermannschaft der Eintracht von 1966/1967

Die Meistermannschaft der Eintracht von 1966/1967

1964-66
Als Hermann Graner den Vorsitz übernahm, fand er ein geordnetes Haus vor, das zum 70. Jubiläum festlich gerichtet werden sollte. Das schönste Geschenk dazu wollte man sich mit dem Aufstieg selbst bereiten. Eine Parallele zu der Entwicklung vor 12 Jahren war unverkennbar. Wieder war eine fast komplette A-Jugend aktiv geworden. Mit respektablem Abstand noch Halbzeitmeister, wurde das Ziel aber dann doch mit dem 3. Platz knapp verfehlt. Die Reserve jedoch machte eine ganze Sache und ließ sich mit einem Torverhältnis von 112:30 zum Meister küren.

1966-71
Durch Erkrankung an der Weiterführung seines Amtes gehindert, legte Hermann Graner seine Nachfolge in die Hände von Bernhard Stehle. Mit einjähriger Verspätung stellt sich dann doch die ersehnte Jubiläumsgabe ein. Eine kontinuierliche Weiterentwicklung führte, fast ist man versucht zu sagen zwangsläufig, zu weiteren Erfolgen. 1971 durften wir den Aufstieg in die A-Klasse rechtzeitig zum 75. Jubiläum feiern. Wegzeichen waren die Errichtung eines neuen Vereinsheimes, das im Oktober 1970 eingeweiht werden konnte, und eine völlig neu gefasste Vereinssatzung, die den Jugendlichen bereits ab 16 Jahren Sitz und Stimme in der Mitgliederhauptversammlung einräumt. Mit den Faustballern kam 1967 eine neue Abteilung hinzu, die uns manchen Freund zuführte, und im Jubiläumsjahr wurde eine Damenabteilung für Gymnastik und Fußball gegründet.

Die Meistermannschaft der Eintracht von 1970/1971

Die Meistermannschaft der Eintracht von 1970/1971

1971-78
Rolf Kimmich übernimmt von Bernhard Stehle das Amt des 1 .Vorsitzenden. Er konnte eine intakte Vereinsführung mit erfolgreichen Abteilungen übernehmen. Es galt dieses hohe Niveau möglichst lange zu halten. Die aktiven Fußballer spielten in der höchsten Stuttgarter Klasse, in welche schon wenig später auch unsere Frauenmannschaft aufstieg. Die ersten Überlegungen bezüglich eines Aus- bzw. Umbaus unserer Umkleideräume unter der Tribüne wurden angestellt. Wegen der gleichzeitig laufenden Planungen über einen Tribünen-Neubau im Kickers-Stadion mussten diese dann zu den Akten gelegt werden. Statt dessen wurde uns die Mitbenutzung der Umkleideräume unter der neuen Tribüne zugesagt. Im Herbst 1977 war es dann endlich soweit, dass unsere Sportler wieder in ansprechenden und zeitgemäßen Räumen sich umkleiden konnten.

1978
Unser langjähriger stellv. Vorsitzender Eckehardt Fritz übernimmt die Amtsgeschäfte von dem ausscheidenden Rolf Kimmich. Dadurch ist eine kontinuierliche Fortführung der erfolgreichen Arbeit seines Vorgängers gewährleistet.

1979
Unsere 1.Herrenmannschaft schafft den Wiederaufstieg in die Stuttgarter Bezirksliga. Unsere Frauen werden Meister der Bezirksliga Stuttgart. Nach ebenfalls erfolgreichen Aufstiegsspielen gehört man künftig der Verbandsliga Nord an, der damals höchsten Spielklasse für Frauenmannschaften. Wegen des großen Zuwachses an Spielerinnen kann sogar eine 2.Mannschaft gegründet werden.

1982
Auf der Waldau sollen die Sportflächen neu geordnet werden. In diesem Zusammenhang wird unser altes Clubhaus abgerissen und ein Teil der Gartenwirtschaft wird für den Neubau eines Tennenplatzes in Anspruch genommen. Als Gegenleistung können wir in Zusammenarbeit innerhalb der Arbeitsgemeinschaft mit den ,,Stuttgarter Kickers“ und den ,,Sportfreunden“ diesen Platz für Training und Spiel mitbenutzen. Die ersten Planungen für den Neubau eines Vereinsheimes werden erstellt. Unsere 2. Frauenmannschaft steigt in die Bezirksliga auf.

1983
Der Tennenplatz ist fertiggestellt und wird uns zur Mitbenutzung übergeben. Dadurch haben sich unsere Trainingsmöglichkeiten erheblich verbessert. Leider ist unsere 1. Herrenmannschaft wieder aus der Bezirksliga abgestiegen.

1984
Wieder ein erfolgreiches sportliches Jahr. Unsere 1. Frauenmannschaft wird in der Halle württ. Meister. Die Herren schaffen den sofortigen Wiederaufstieg in die Bezirksliga, und die 2. Frauenmannschaft wird Meister der Bezirksliga Stuttgart. Sie darf aber nicht an den Aufstiegsspielen zur Verbandsliga teilnehmen, da dort bereits unsere 1. Mannschaft spielt. Für den Neubau des Vereinsheimes wird das notwendige Baugesuch eingereicht. Die geschätzten Baukosten betragen ca. 1,0 Mio. DM.

1985
Unsere 1. Frauenmannschaft wird durch einen Sieg im entscheidenden Spiel gegen den Meister der Verbandsliga Süd, den SV Oberteuringen, württ. Frauenfußballmeister. Leider scheitert die Mannschaft bereits in der 1. Runde zur Deutschen Meisterschaft am VfR Saarbrücken. Erwähnenswert ist die Anzahl von rund 800 Zuschauern beim Hinspiel auf dem Eintracht-Platz. Trotz Baugenehmigung kann unser Neubau nicht begonnen werden, da wegen der geplanten Neuordnung des Sportgeländes auf der Waldau vorerst keine Zuschüsse von der Stadt Stuttgart gewährt werden. Unsere 1. Herrenmannschaft kann leider den sofortigen Abstieg aus der Bezirksliga nicht verhindern. Als letztes Relikt aus der „guten alten Zeit“ wird unsere Holztribüne abgerissen, um dem geplanten Neubau des Vereinsheimes Platz zu machen.

1986
Ein schwarzes Jahr für unsere aktiven Mannschaften. Die 1. Herrenmannschaft muss den Gang in die Kreisliga B antreten. Es macht sich nun bemerkbar, dass seit Jahren kein qualifizierter Nachwuchs aus unserer Jugend kam. Unsere 1. Frauenmannschaft musste nach internen Querelen nach Abschluss der Saison vom Spielbetrieb in der Verbandsliga abgemeldet werden. Von der Stadt Stuttgart erhielten wir die Baufreigabe für den Neubau, der unverzüglich begonnen wurde.

1989
Im Sommer konnte das für 1,4 Mio. DM erstellte neue Vereinsheim endlich bezogen werden. Dies soll auch ein Startschuss für künftige sportliche Erfolge sein. Die B-Mädchen werden württ. Hallenfußballmeister.

1990
Der 1. Herrenmannschaft gelingt der Aufstieg in die Kreisliga A. Erfreulich ist auch die kontinuierliche Entwicklung unserer weiblichen und männlichen Jugendmannschaften. So erringt die männliche C-Jugend die Staffelmeisterschaft.

1991
Als weitere Verschönerung unserer Platzanlage wird der Parkplatz neu gestaltet und begrünt. Unsere 1. Herrenmannschaft steigt leider wieder sofort in die Kreisliga B ab. Mit jungen Spielern aus unseren Reihen soll ein Neuaufbau begonnen werden. Wenigstens unsere männliche D-Jugend kann eine Staffelmeisterschaft erringen, was für die Zukunft hoffen lässt.

1992
Mit der Herstellung unseres neuen Biergartens sind die Bautätigkeiten auf unserem Sportgelände nun endlich zu einem äußerst befriedigenden Abschluss gekommen.

1995
Die konsequente Aufbauarbeit mittels unseres eigenen Nachwuchses in unseren aktiven Herren- und Frauenmannschaften zeigt die ersten Früchte. Die Frauen werden Vizemeister und den Herren gelingt der Aufstieg in die Kreisliga A.

1999
Nach 3 Meisterschaften der Frauenmannschaft und 2 vergeblichen Versuchen in den letzten 3 Jahren in die Landesliga aufzusteigen wurde dieses Ziel in diesem Jahr endlich erreicht.

2005
Die Durststrecke der Frauenmannschaft ist vorbei. Auf Grund einiger Abgänge musste ein Neuanfang gestartet werden. Dieser trug bereits im 2. Jahr seine Früchte. Die Frauen wurden Bezirkspokalsieger, Meister der Bezirksliga und stiegen in die Regionenliga auf.

Die Meistermannschaft der Eintracht von 2011/2012

Die Meistermannschaft der Eintracht von 2011/2012

2007
Die Frauen werden Pokalsieger und die C-Mädchen Staffelmeister.

2012
Die Aktiven werden mit dem Trainer-Gespann Göktas (Spielertrainer), Ziogas (Spielertrainer) und Schmidt (Kondition) souverän Meister in der B-Klasse 5 in Stuttgart. Ohne Niederlage, ohne Punktverlust auf eigenem Platz und mit schlussendlich 14 Punkten Vorsprung dominierten sie die Runde und stiegen am Ende hochverdient in die A-Klasse auf.

Seit 2012
Stetige Weiterentwicklung der Vereinsstrukturen und Teams.